Parkuhr-Blog

Nimm’ einen Groschen und erzähl’ das der Parkuhr…

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Sind noch Gurken im Kühlschrank?

Heute beim Abendessen meinte Gabi, daß sich die sog. „Internetkühlschränke“ wohl doch nicht durchgesetzt hätten. Damit sind die Geräte gemeint, die per Scanner und Barcode erkennen, was und wieviel hineingetan und herausgenommen wird und anhand dessen sowie einer Vorgabe direkt per Internet eine bedarfsgerechte Bestellung absetzen.

Ich meinte, ich hätte da aufgrund mangelnder Praxistauglichkeit so meine Bedenken, ob die überhaupt mal auf dem Weg zur ernsthaften Vermarktung gewesen wären.

- Welche Bedenken?
- Wie ist denn der Barcode für eine halbe Gurke?
- Wieso für eine halbe?
- Weil ich nur eine halbe brauche.
Stellen wir uns vor, wir hätten eine Salatgurke in einen solchen Kühlschrank gelegt und selbiger wüßte das somit. Für ein Rezept brauche ich eine halbe Gurke. Also nehme ich die Gurke heraus, schneide eine Hälfte ab und lege den Rest zurück in den Kühlschrank. Was passiert nun?

Gehen wir mal davon aus, die Gurke wäre in Folie mit einem Barcode verpackt gewesen. Lege ich die Hälfte mit dem Barcode zurück, scannt der Kühlschrank diesen und verbucht Wareneingang: Eine Salatgurke. Fehler: Eine halbe Gurke Minus. Lege ich die Hälfte ohne Barcode zurück, verbucht der Kühlschrank keinen Eingang. Fehler: Eine halbe Gurke Plus. Der Kühlschrank macht also bei einer halben Gurke in jedem Falle einen Fehler von einer halben Gurke, also 100%.

- Dann definierst Du über die Programierung eben die halbe Gurke als gar keine Gurke.
- Der Kühlschrank weiß doch gar nicht, daß das eine halbe Gurke ist. Die Gurke ist für ihn doch nicht teilbar. Er kennt entweder eine oder keine, aber keine halbe.
- Dann leg’ die Hälfte ohne Barcode zurück und weiter nichts.
- Aber dann habe ich immer noch den Fehler, daß ich eine halbe Gurke zuviel habe.
- Du mußt dich halt mal mit Warenwirtschaftssystemen auseinandersetzen.
- Das ändert nichts daran, daß eine halbe Gurke eine halbe Gurke ist. Sie ist nicht eine Gurke und sie ist nicht keine Gurke.
- Das kommt doch darauf an, wie man es definiert.
- Gut, versuch’ ich demnächst mal beim Kaufmann. Ich nehme eine abgepackte Schale Pfirsiche, teile sie in der Mitte und gehe mit der Hälfte ohne Barcode zur Kasse. Der Kassiererin sage ich dann, ich hätte diese halbe Schale Pfirsiche als keine Schale Pfirsiche definiert und muß infolgedessen nichts bezahlen. Das dürfte ein Problem geben.

Wenn ich nun öfter Rezepte mit halben Gurken zubereite, addiert sich der Fehler. Entweder der Kühlschrank meint, ich hätte noch eine Gurke, aber ich habe nur eine halbe. Oder er meint, ich hätte keine, obwohl noch eine halbe da ist. Im ersten Fall sammeln sich die halben Gurken im Kühlschrank, im zweiten wegen der Nachbestellungen die ganzen.

Man kann das Problem auch auf Milch übertragen. Ich habe drei Milchtüten und stelle jede mit nur einem Schluck drin in den Kühlschrank. Der Kühlschrank meint dann, ich hätte drei Tüten Milch. In Wahrheit habe ich aber nur drei Schlucke Milch, verteilt auf drei Tüten.

Die Frage ist, ob Milch mit Gurke überhaupt schmeckt.

Und mit Sicherheit möchte ich keinen Internet-Kühlschrank, der aufgrund technischer Unzulänglichkeiten so vollgestopft ist mit Gurken, daß ich beim Öffnen von diesen erschlagen werde.

Ob es dann halbe oder ganze sind, ist mir Wurst.

3 Kommentare

  1. CeKaDo sagt:

    Die Lösung ist doch ganz einfach. Die Gurke muß der Länge nach durch den Barcode hindurch geschnitten werden. Dann ist nur der halbe Barcode vorhanden und somit auch nur eine halbe Gurke :durchdreh:

    “Maschinen dienen dem Menschen, nicht der Mensch den Maschinen”

    dache man mal :evil:

  2. Willi sagt:

    ist doch ganz einfach:
    Du isst eine halbe Gurke und tust die anders Hälfte in den
    Kompost.
    Vorteile:
    1. Freuen sich die Würmer
    2. Freuen sich dann irgendwann die Beete
    3. Stimmt die Bilanz wieder
    4. Freut sich die Gurkenindustrie.
    5. Und überhaupt…

    Nachteil:
    Wenn dein Komposter ein Warenwirtschaftsystem hat, wird dieses irgendwann einen massiven Überbestand an Gurken (ganzen!) melden und den weiteren Wareneingang sperren.
    :-)

  3. “Die Frage ist, ob Milch mit Gurke überhaupt schmeckt.”

    Mein Opa hat immer Gurkensalat mit Milch gemacht, also muss es ihm ja wohl geschmeckt haben… Ich hingegen fand es immer etwas lapprig und bevorzuge auch heute noch die schlesische Variante.

    Die Mathematik war noch nie meine starke Seite, weswegen ich mich freundlich winkend verabschiede :king:

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