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An der Tradition der Glühbirne festhalten

Es hat sich ausgeleuchtet für die Glühbirne, denn laut neuer EU-Richtlinie darf die Glühlampe, wie wir sie seit wir denken können kennen, seit Mitte 2012 nicht mehr hergestellt werden, und wenn, dann nur noch in Ausnahmefällen. Die Bestände dürfen zwar weiterhin vertrieben und verkauft werden, doch Nachschub gibt es seit beinahe zwei Jahren nicht mehr, so dass ganz logisch irgendwann auch die letzte Glühbirne ihrer Art ihr letztes Licht abgeben wird. Und warum das Ganze? Weil die gute alte Birne zu viel Strom verbraucht und somit durch die effizientere Energiesparlampe ersetzt wird. Das Aus für die Glühbirne hat viele Menschen geradezu persönlich getroffen, schließlich war dies doch wirklich eine Institution, mit der man seit ihrer Erfindung durch Thomas Edison im Jahr 1880 seine Wohnungen beleuchtet hat. Kaum eine Erfindung hat so lange in ein und derselben Form überdauert, Glühlampen sind die Ausnahme.

 
Mit ihrem warmen Licht und der Wärme, die durch sie abgegeben wird, ist sie zwar tatsächlich eine absolute Stromschleuder, doch gerade diese Eigenschaften waren es doch, die sie so beliebt machten. Im Gegensatz zur grellen Energiesparlampe, die gerade mit roten, also warmen Farbtönen so ihre Probleme hat, strahlte die Glühbirne immer ein gemütliches und warmes Licht aus, das einem ein wohnliches Gefühl vermittelte und nicht den Eindruck, man befinde sich in einem OP-Saal. Was ist aus dieser Tradition geworden? Nur weil die Stromrechnungen der Verbraucher in die Höhe schnellen, sobald man mit Glühbirnen Licht in die Bude bringt, hat die EU ganz schnell mal einen Riegel vor die Sache geschoben und die Herstellung verboten. Aber wäre es an sich nicht Sache der Bürger, ob sie das zusätzliche Geld zahlen wollen oder eben nicht?

Immerhin ist die Glühlampe sonst im Vergleich zu anderen Lichtmitteln richtig umweltfreundlich. In der Herstellung beispielsweise muss hier nur mit Glas und Blech hantiert werden, während die Energiesparlampe giftige Stoffe wie Quecksilber enthält. Das betrifft dann natürlich auch die Entsorgung, denn eine Glühbirne wird als Hausmüll gehandelt und lässt sich bestens recyceln. Eine Energiesparlampe hingegen ist zweifellos Sondermüll und die Sache mit dem Recycling ist hier auch nicht so einfach. Wird die Wahrheit über die Energiesparlampe den Bürgern absichtlich nicht so auf dem Präsentierteller serviert wie die angeblich schrecklichen Folgen der weiteren Benutzung der Glühbirne? Diesen Eindruck könnte man fast bekommen, wenn man die Berichte in den Medien betrachtet.

Doch es hilft ja alles nichts, denn wir werden uns damit abfinden müssen, dass die Glühbirne in ihrer alten Form mit all ihrer Tradition in Zukunft langsam von den Märkten und damit aus unserem Leben verschwinden wird. Für die Stromrechnungen an sich ist es natürlich praktisch und für das Geld, das man hierbei spart, kann man sich vielleicht anstelle vom Kauf von Energiesparlampen über andere Alternativen informieren und ein wenig mehr für Leuchtmittel ausgeben, die nicht ganz so umweltschädlich sind und momentan in ihrer Anschaffung aber noch stark ins Geld gehen. Es ist zwar ein Abwenden von der Tradition, mit der wir hier leben müssen, doch nicht jede Umstellung muss ja automatisch nur negativ sein.

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