Parkuhr-Blog

Nimm’ einen Groschen und erzähl’ das der Parkuhr…

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September 2014
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Sportkultur?

Heute hatten wir ein Tischtennis-Punktspiel in der 3. Kreisklasse (ja, das ist so wie Hinterhof, aber mit Regeln). Wir haben aufgebaut und uns warmgespielt, als die gegnerische Mannschaft erschien. Die Herren kamen in die Halle, setzten sich auf die Bank – und köpften die ersten Bierflaschen. Während des Spiels tranken sie munter weiter, holten zwischendurch sogar Nachschub aus der Umkleide.

Einer von ihnen stand als Schiedsrichter an der Punktetafel – mit Bierflasche in der Hand.

Nach dem Spiel holte unsere Mannschaft eine Kiste Bier und setzte sich zusammen.
Da sagte ich dann: „So meine Herren, jetzt kann man einen trinken. Aber schon vor dem Spiel, während des Spiels und sogar noch als Schiedsrichter beim Zählen Bier in der Hand, das ist ein Benehmen, wie ich es auch in der 3. Kreisklasse nicht nicht erlebt habe.“

Ich habe dann noch einen schönen Abend gewünscht und bin unter allgemeinen Äußerungen des Unverständnisses abgezogen.

Ich empfinde es für eine Gastmannschaft als ungehörig, so aufzutreten und einfach als ungeheure Respektlosigkeit dem Gegner gegenüber – nach dem Motto: „Gegen Euch gewinnen wir auch mit einem in der Birne!“
Und mal abgesehen davon: Geht es um den Sport oder um den Alkohol? Wer noch vor dem Schläger die Flasche in der Hand hat, beantwortet die Frage auch schon. Und dann noch nebenbei: Es sind zuweilen auch mal Jugendliche anwesend, denen man die Verbindung Sport-Alkohol ja nicht gleich vormachen muß, wie es ja häufig geschieht: Gleich welche Mannschaftssportart betrieben wird – manchmal drängt sich mir der Verdacht auf, daß der Sport nur der Vorwand für das treffen zum geselligen Umtrunk ist.

Es reicht schon, wenn im Fernsehen jedes Fußballspiel von einer Biermarke präsentiert wird. Ganz besonders lustig finde ich auch die Werbeverquickung von Automobilherstellern mit der Bierindustrie.

Sicherlich habe ich mir zumindest bei der gegnerischen Mannschaft heute keine Freunde gemacht, aber damit kann ich leben.

Sehe ich das jetzt zu eng, oder darf man solche Kritik mal äußern?

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