Kettensäge, gegrillt
Heute nachmittag habe ich mir die am Wochenende frisch angelieferten drei Raummeter Holz vorgenommen. Buchenstücke, einen Meter lang und bis zu 30cm Durchmesser, also schon „ganz knackich zu wuppen“.

Und so mittendrin machte die elektrische Kettensäge ganz komische Geräusche, und normalerweise kommt Rauch ja auch eher aus dem Auspuff der Benzinerin. Stecker raus!
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Übelriechender Qualm quoll hervor. Richtig übelriechend. Derart, daß ich den räuchernden Apparat erst mal gegen die Windrichtung weit wegbrachte. Da war jetzt sowieso nix dran zu machen, also mit der Benzinsäge weiter. Die drei RM wollte ich eigentlich fertig schneiden, damit ich Mittwoch den Spalter anwerfen kann. Gut, habe ich dann auch geschafft.
Nach dem Duschen wandte ich mich dann der Elektrischen zu. Noch immer ging ein penetranter Gestank von dem Teil aus. Nach dem Zerlegen bewahrheitete sich meine Vermutung:
Der Elektromotor war innen mit Spänen zugesetzt.
Da konnte keine Luft zur Kühlung mehr durch, und dementsprechend sind vom Motor eigentlich nur noch zwei allseits leitende Stahlblech-Kupferdraht-Klumpen übrig.
- Nach dem Ausbau des Getriebes
- Der Stator (Ständer)
- Der Rotor (Anker)
Es ist eigentlich traurig, daß ein namhafter Hersteller von Kettensägen eine Konstruktion liefert, bei der der Kühlluftstrom durch den Motor offenbar auf der Kettenseite angesaugt wird und so Späne in den Motor befördert. Daß man den von innen reinigen soll, steht nirgendwo erwähnt.
11 Jahre hat sie nun auf dem Buckel, aber in dieser Zeit kaum mehr als 40 Raummeter Holz geschnitten. Drei Ketten hat sie verbraucht, und daß mal die Kollektorkohlen hätten gewechselt werden müssen, wäre ja OK – aber ein Motorbrand wegen Verstopfung? „Neenee, das konnt’ ich mir damals so nich erlauben…“ hätte Meister Röhrich wohl gesagt, „Wie hätte Vati nu getan?“
Tja, Ersatzteilsuche im Internet brachte prompt Ergebnisse: Ein Ersatzmotor wäre für bummelig 80 Euro zu haben. Hmmm. Für 88 Euro plus Versand, das sind dann 94,78 Euro, das komplette, etwas leistungsstärkere Nachfolgemodell neu mit einer Ersatzkette.
Auch wenn die Entscheidung für den Neukauf jetzt aus ökoligischer Sicht leider wieder eine Niete ist:
Dafür tu’ ich mir das Gebastel nicht an.
Es war schwierig genug, diesen penetranten Gestank nach brennender Elektrik wieder aus dem Keller und von meinen Fingern abzukriegen. Einmal anfassen reichte für einen sorgfältigen Waschgang mit Handwaschpaste, und die Klamotten, die ich zum Zerlegen anhatte, sind gleich in die Waschmaschine gewandert. Ich denke mal, daß die ausgetretenen Dämpfe sicherlich ungeheuer gesund waren.
2 Kommentare
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Wenn Männer so miteinander quatschen hab ich schon oft davon gehört, dass diese Kettensägen so ein Problem für sich sind. Mit Rasenmähern scheint es ähnlich zu sein, es sei denn, es sind Schafe ..
Ist schon alles so ein Leid mit den Elektrogeräten – ob nun Garten oder Küche!!
LG Chatty







Leg’ das doppelte an und kauf was vernünftiges.
ich habe
Hat anständig Leistung und saugt die Kühlluft hinten an.