Der Winter…
…läßt uns nicht los. Ohne die gelegentliche Hilfe von Traktoren mit Räumschild und Frontlader ist der Abraum hier schon nicht mehr wegzubekommen. Nachdem wir heute unserem seit Weihnachten nun schon fast täglichem Wintersport, dem Schneeschaufeln, gefrönt hatten, kam ich dann mal dazu, die Fotos vom Sonntag aufzuarbeiten.
Eigentlich hatten wir eventuell vorgehabt, nach Hamburg zu fahren zerwengs Eislaufen auf der Alster – wäre sie nun offiziell freigegeben oder auch nicht. Allerdings hatten wir am Sonnabend „Ausschlafen und keinen Streß“ beschlossen, und nach dem Frühstück am Sonntagmorgen war es dann 10 Uhr durch. Keine gute Zeit mehr für einen Aufbruch nach Hamburg:
a) hätten wir Park&Ride ab Neuwiedenthal nutzen wollen, denn die Parksituation wäre aufgrund des Andrangs sicherlich katastrophal gewesen – und das braucht alles so seine Zeit, bis man dann da ist.
b) fing der Himmel an, sich deutlich einzutrüben, und auf eine Rückfahrt aus Hamburg bei Schneegestöber hatte ich kein’ Bock.
So lief das Alternativprogramm „Munster plus Eisessen“. Meine Hoffnung war, daß man auf irgend einem der Seen in und um Munster hätte Schlittschuh laufen können, aber das hatte sich erledigt; teils aufgrund der Schneemassen auf dem Eis, teils weil die Eisfläche nicht geschlossen und tragfähig war. Der Mühlteich z.B. ist von der Oertze durchflossen und war in der Mitte durchgehend offen.
Es langte aber immerhin für über 2 Stunden Spaziergang um die Teiche durch den Wald. Danach hatten wir uns einen Kaffee, eine schöne Portion Eis und Crêpes als Nachtisch auch verdient.
- Der Böttcherteich
- Stilleben mit Mülleimer
- Verschneite Brücke
- Merkwürdige Figur
- Flüggenhofsee mit Bommeln
Katzenbelustigung
Nachdem es mit der virtuellen Beschäftigungstherapie nicht funktioniert hat, habe ich doch mal reales Spielzeug besorgt.
- eine Plüschmaus zum Aufziehen (links)
- eine Sisalmaus als ökologisch korrekte Variante (rechts)
- eine Angel mit Plüschmaus (Mitte)
Nun soll man aber nicht denken, daß damit eitel Sonnenschein wäre – das Streifentier hat zu diesen Teilen ein sehr komischesdifferenziertes Verhältnis:
Vor der Aufziehmaus hat es offenbar Angst, weil die brummende Geräusche macht. Ist also nicht so der Hit.
Der Sisalmaus wurde Opfer eines Destruktiv-Frotzanfalls: Streifi hat ihr erstmal der Schwanz rausgerissen – der war auch nur mit Heißkleber fest, hat keine 30 Sekunden gehalten. Hier sollte der Hersteller sich mal was anderes überlegen.
Die Angel macht immer noch am meisten Spaß, wie’s scheint. Allerdings bräuchte die Maus nicht dranzusein, denn das Streifentier kaut viel lieber auf dem Gummiband rum oder greift den Angelstock selbst an.
Irgendwie fehlt da der intellektuelle Zugang.
Eingeschränkter Winterdienst
…so steht es auf dem Zusatzschild am Ortseingang direkt neben unserer Hecke. Über die Bedeutung kann man philosophieren. Ich würde sagen, nicht die Durchführung, sondern manch ein Durchführender ist eingeschränkt, aber dazu später mehr.
An sich sind wir hier alle fleißig in der Straße, nur langsam entsteht Platznot: Wir wissen nicht mehr, wohin mit dem Schnee! Manch einer hat schon vorne auf seinem Grundstück keinen Platz und muß, um sein Auto freizubekommen, den Schnee auf dem Fußweg aufhäufen. Schöbe man ihn einfach auf die Straße, wäre er beim nächsten Durchgang des Räumtraktors der Länge nach auf dem Fußweg verteilt. Es ist langsam eine Gratwanderung, den Schnee beim Freischieben des Weges so anzuhäufen, daß der Schneepflug daran entlangfährt, ohne alles wieder mit dem Räumschild auf dem Weg abzulegen. Langsam ist hier wirklich Ende der Fahnenstange, aber letztendlich läuft hier eh niemand auf dem Fußweg, sondern es benutzen alle die Straße. Ist halt nur der rechtliche Aspekt: Wieder mal mahnt der Leiter des Ordnungsamtes unserer Samtgemeinde in der Zeitung die Räumpflicht der Bürger an. Mag ja sein, daß da welche komplett schlampen, aber hier geht’s langsam nicht mehr anders, als daß nur die Straße frei bleibt.
Vorgestern haben sich auch prompt zwei Autos ein Stück “die Straße hoch” außerhalb der Siedlung festgefahren, wo sich zwischen den Äckern schön die Schneewehen auf der Straße bilden konnten. Trotzdem wir mit mehreren Leuten und Schneeschaufel erkennbar an den Autos zugange waren, kam der verpflichtete Fahrer mit seinem Räumfahrzeug auf uns zu, schob den Schneeberg auf der Straße vor sich her, ließ ihn vor dem ersten Auto liegen und fuhr über den Acker an beiden Autos vorbei die Straße weiter hoch. Wir schoben und schaufelten weiter von Hand, und der Schneeschieber kam zurück, wieder über den Acker vorbei – ohne anzuhalten, Hilfe anzubieten oder wenigstens mal zu fragen. Das meinte ich mit „eingeschränkt“.
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Sonst geht hier alles seinen Gang, und notfalls ist der Vorratskeller gut bestückt. Holz, Petroleum und Spiritus zum Heizen, Kochen und Leuchten sind auch reichlich vorhanden. So kann man denn beruhigt die Eindrücke mal im Bild festhalten, denn so ein Winter ist wirklich nicht die Regel hier. Der letzte dieser Art war, so sagte der Wetterdienst, vor 23 Jahren.
- …so isses…
- “Die Straße hoch”
- …andere Seite
- …gegenüber…
- …rechts gegenüber…
- Unsere Einfahrt
- “Scheißwinter!”
- Da war mal ‘n Fenster…
- Spazierweg 1
- Spazierweg 2
- Spazierweg 3
- …immer mehr
- “This is my ship!” – Das ist meine Schaufel!
Begegnungen
sind manchmal von der Art, daß man sich fragt, ob es gutgegangen ist. „Gutgegangen“ ist hier sicher eine Frage der Sichtweise – und für wen.
Trügerisch ist das Bild, das sich bietet, ohnehin; läßt doch der Schnee als Bewahrer der Abdrücke in zweidimensionaler Ebene die dritte, die zeitliche Dimension außer acht.
Vielleicht haben sich Katz und Vogel gar nicht getroffen, sondern saßen bzw. gingen zu verschiedenen Zeiten an diesem Ort. Vielleicht auch vorbei.
Absichtlich vorbei.
Installationskerze
Der/die eine oder andere mag sich noch an Windows95 erinnern. Die ersten Ausgaben davon sind ja nun schon vor 15 Jahren auf den Markt gekommen. Bei der Installation, wenn man sie denn mal soweit hatte…
- [Einschub:] Interessant war ja das Installieren von CD. Man legte sie ein und startete unter MS-DOS die SETUP.EXE auf der CD. Nach einigen Abfragen und Eingaben startete dann die Installation. Irgendwann war der Computer soweit, daß er neu starten wollte. Das tat er auch und wollte das Kopieren von Dateien auf der CD fortsetzen – hatte aber noch keinen Treiber für das CD-ROM-Laufwerk installiert. Der befand sich nämlich geistreicherweise auf der CD.
So mußte man sich denn eine Startdiskette basteln, die einen universellen CD-ROM-Treiber beinhaltete und das Ganze wiederholen.
…daß die Dateien kopiert wurden, erschien währenddessen ein Fortschrittsfenster, in dem eine rot-weiße Trommel mit wirbelnden Stöcken zu sehen war. Passend dazu fiel uns irgendwann dieser Kerzenhalter in die Hände, und er begleitet mich seitdem bei jeder Windows-Installation.
Meist mache ich sowas im Winter oder gar in der Adventszeit, wo man dann gut nebenbei mal eine Baumkerze verleuchten kann.


























