Parkuhr-Blog

Nimm’ einen Groschen und erzähl’ das der Parkuhr…

Parkscheibe

Mai 2012
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Kannste mir wat pumpen?

Nä, bin kaputt. Wie hier schon vermutet, hat die Tiefbrunnenpumpe bei uns ihr Leben ausgehaucht. Sie ist nicht mehr wie früher für die Hauswasserversorgung zuständig (seit dem Zwangsanschluß an das Zweckverbandnetz ist das „verboten“), sondern wir haben den Brunnen – Gott sei Dank! – 2001 mit dem Hauskauf funktionsfähig übernommen. Viele Hausbesitzer hier in der Gegend haben nach dem Anschluß ans „Leitungswasser“ ihren Brunnen total stillgelegt, vergammeln und versanden lassen – und ärgern sich heute angesichts der Wasserpreise. Entweder müssen sie sich im Sommer trockene Beete und braunen Rasen ankucken, oder sie investieren tatsächlich in eine neue Brunnenbohrung.

Das ist bei uns nicht mal eben so gemacht, denn unsere Wasserader hier in der Siedlung liegt auf 28m Tiefe.

 

So sieht es dann aus, wenn alles rausgezogen ist. Man erkennt das Pumpengehäuse selbst, den Motor und das Rückschlagventil. Letzteres ist heutzutage in den Pumpen selbst eingebaut. Und der Motor sitzt definitiv fest. Dreht kein Stück mehr, schmeißt nur die Sicherung und den FI-Schalter raus.

Macht übrigens Spaß, den ganzen Kram zu „ziehen“: Erstens muß man mal mit 28 Metern 1½-Zoll-PVC-Schlauch irgendwo hin. Der ist steif wie ein Unterarm. Zweitens wiegen diese 28 Meter ein bißchen was. Drittens hängt noch die Pumpe unten dran, und viertens steht Wasser im Schlauch – das wiegt dann ein bißchen mehr.

„Macht nix“, sagte ich, „heute ist Dienstag, da hab’ ich sonst eh Training.“
:dead:

Tja, nun muß eine neue Pumpe her. Da muß ich mal ein bißchen mit den tschechischen Daten hantieren… Förderhöhe, Druck, Fördermenge, Durchmesser, Anschlußstücke, Dreh- oder Wechselstrom… das muß erstmal alles bedacht werden.

Der Mai ist gekommen…

…die Gärtner schwärmen aus! So wie links sah es gestern morgen noch aus. Fast hörte man die Tomatenpflanzen rufen: „Holt mich hier raus!“ Vor sechs Wochen hatte es mit der Aussaat begonnen, und gestern…

 

…nach einer Stunde und 150 Litern Regenwasser sah das dann so aus.
:blumengiess:
Leider hat jetzt übers Wochenende die Brunnenpumpe den Geist endgültig aufgegeben. Doof gemacht hatte sie schon im Winter; ich vermute, daß sie gegen einen Eispfropfen im Steigrohr ankämpfen mußte und das dann nach nunmehr ca. 25 Jahren Laufzeit der letzte Tropfen im Sand das letzte Faß im Kopf war. Gleich mal mit Nachbars den Brunnendeckel lupfen und 28 Meter Rohr ziehen…

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren…

…für die kommende Saison im Naturbad. Am kommenden Sonntag, 6. Mai, ist Anbaden. Viel war und ist auch noch zu tun. So wurde der „Matschgraben“ neu gestaltet als Holzgerüst mit Wasserlauf und Klappen, an dem die Kinder mit einer Pumpe Wasser einlassen, aufstauen, umleiten, Matsche uns sonstwas machen können.
Umfangreich saniert werden mußte auch die Beckenumrandung: Wühlmäuse und Ameisen ließen hier die Pflastersteine absacken, die Nässe sorgte dann für Fäule im Holz. Die Steine wurden am Rand neu im Betonbett gesetzt und die neuen Lärchenplanken liegen auf Kunststoffblöcken, so daß dem Absacken und Faulen für hoffentlich lange Zeit vorgebeugt ist.

Diese beiden Projekte allein nahmen mit jeweils ca. 50 bis 75 Mannstunden drei komplette Samstage mit ein paar Leuten in Anspruch.

Dazu kommen nun noch die üblichen Saisonarbeiten wie Reinigung des Beckens (auch hier gehen mit dem Sauger locker 25 Mannstunden rein), Putzen, Aufräumen, Aufstellen des Sonnensegels und der Bestuhlung. Am nächsten Sonnabend geht es also nochmal voll dabei.

Gestern hatten wir nach einem arbeitsreichen Tag einen wunderbaren Abend, wie er für den Anlaß besser kaum hätte sein können. Der Anlaß war die „Fackelstaffel“ des örtlichen Sportvereins TSV Wriedel aufgrund der 100-Jahr-Feierlichkeiten. In diesem Rahmen durchläuft eine Fackel im wöchentlichen Abstand die örtlichen Vereine und Organisationen, die einander dadurch besser kennenlernen (>>> mehr Info). Aufgrund des guten Wetters (wir hatten bis zu 26°C!) haben wir auf dem Steg am Wasser aufgebaut, und bis 21 Uhr war es recht belebt und bei Gedichten, Grillwurst und Getränken herrschte heitere Stimmung.

Schlötzlich pimmelig…

Schimmelkleister…geworden ist der Inhalt dieses Eimers. Angestoßen durch die Bekanntmachung in der Dorfzeitung, daß heute eine kostenlose Sondermüllsammlung stattfindet, habe ich die letzten Tage im Keller mal etwas aufgeräumt, speziell in den Abteilungen Elektro sowie Farben/Lacke/Bauchemie.

Was in diesem Eimer war, konnte ich allerdings gefahrlos für Leib und Umwelt unter ständigem Rühren im Klo entsorgen – es war Tapetenkleister. Von April 2010. Also ziemlich genau zwei Jahre alt, was wieder bestätigt, daß die Packungsangaben, angerührter Kleister könne einige Wochen in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt werden, nicht allzu sehr überzogen werden sollten.
:lol:

Sportkultur?

Heute hatten wir ein Tischtennis-Punktspiel in der 3. Kreisklasse (ja, das ist so wie Hinterhof, aber mit Regeln). Wir haben aufgebaut und uns warmgespielt, als die gegnerische Mannschaft erschien. Die Herren kamen in die Halle, setzten sich auf die Bank – und köpften die ersten Bierflaschen. Während des Spiels tranken sie munter weiter, holten zwischendurch sogar Nachschub aus der Umkleide.

Einer von ihnen stand als Schiedsrichter an der Punktetafel – mit Bierflasche in der Hand.

Nach dem Spiel holte unsere Mannschaft eine Kiste Bier und setzte sich zusammen.
Da sagte ich dann: „So meine Herren, jetzt kann man einen trinken. Aber schon vor dem Spiel, während des Spiels und sogar noch als Schiedsrichter beim Zählen Bier in der Hand, das ist ein Benehmen, wie ich es auch in der 3. Kreisklasse nicht nicht erlebt habe.“

Ich habe dann noch einen schönen Abend gewünscht und bin unter allgemeinen Äußerungen des Unverständnisses abgezogen.

Ich empfinde es für eine Gastmannschaft als ungehörig, so aufzutreten und einfach als ungeheure Respektlosigkeit dem Gegner gegenüber – nach dem Motto: „Gegen Euch gewinnen wir auch mit einem in der Birne!“
Und mal abgesehen davon: Geht es um den Sport oder um den Alkohol? Wer noch vor dem Schläger die Flasche in der Hand hat, beantwortet die Frage auch schon. Und dann noch nebenbei: Es sind zuweilen auch mal Jugendliche anwesend, denen man die Verbindung Sport-Alkohol ja nicht gleich vormachen muß, wie es ja häufig geschieht: Gleich welche Mannschaftssportart betrieben wird – manchmal drängt sich mir der Verdacht auf, daß der Sport nur der Vorwand für das treffen zum geselligen Umtrunk ist.

Es reicht schon, wenn im Fernsehen jedes Fußballspiel von einer Biermarke präsentiert wird. Ganz besonders lustig finde ich auch die Werbeverquickung von Automobilherstellern mit der Bierindustrie.

Sicherlich habe ich mir zumindest bei der gegnerischen Mannschaft heute keine Freunde gemacht, aber damit kann ich leben.

Sehe ich das jetzt zu eng, oder darf man solche Kritik mal äußern?

Trendartikel

Noch rechtzeitig zu Ostern: Der Renner gerade für den Single-Haushalt, beengten Wohnraum oder einfach als Design-Objekt:
Das Eiei.
:king:

Ein löbliches Osterfeuer

Anzünden

Anzünden

entzündete unsere Freuwillige Feierwehr Wriedel-Schatensen heute um 18:00. Wie üblich verband man hier traditionelles Brauchtum mit zeitgemäßer Entsorgungspolitik.
;-)

In der Gemeinde sowohl öffentlich als auch privat anfallendes Schnitt- und Strauchgut ergab das Brennholz. Privatleute konnten wieder an drei Wochenenden vor Ostern ihr Material anliefern. Selbstverständlich wird darauf geachtet, daß kein Bauholz oder sonstiger Abfall „untergejubelt“ wird; und ein großes Feuer brennt allemal besser, als wenn jeder am Gemeinde-Brenntag mit seinem kleinen, naßgeregneten Häuflein dasteht und das Ganze nur unter Qualm, Gestank und literweisem Verbrauch von Brandbeschleunigern über die Bühne kriegt.

Diesmal hat die Feuerwehr drei Haufen aufgeschichtet, die um etwa eine Stunde zeitversetzt entzündet wurden. So hatte jeder die Möglichkeit, das Entfachen eines Brennhaufens zu beobachten und sich zugleich an einem schon gut im Gange befindlichen Feuer zu wärmen. Das tat auch not heute!

Im Grunde hatten wir aber mit dem Wetter Glück. Heute morgen herrschte zeitweise noch leichter Schneefall, später dann Schneeregen, es folgte kalter Wind – und gegen späten Nachmittag klarte es auf. Kalt war es zwar immer noch, aber trocken und sonnig, als wir am Feuer dick angezogen (dicke Jacke, Handschuhe, Schal und Mütze!) mit unseren Faltsesseln Position bezogen. Eine Stunde später war es kuschelig warm, und noch später mußten wir den Abstand zum Feuer deutlich vergrößern, um keine Brandmuster zu kriegen.

Für’s leibliche Wohl war gesorgt: Ein MännerkarussellBierwagen, ein Grillstand mit Bratwürsten und ein Stand mit Pommes. Musikuntermalung gab’s dazu vom Spielmannszug des TSV Wriedel.

Allen Lesern hier wünsche ich ein Frohes Osterfest!
Nikolausi ,-)

Kettensäge, gegrillt

Heute nachmittag habe ich mir die am Wochenende frisch angelieferten drei Raummeter Holz vorgenommen. Buchenstücke, einen Meter lang und bis zu 30cm Durchmesser, also schon „ganz knackich zu wuppen“.
Knööf
Und so mittendrin machte die elektrische Kettensäge ganz komische Geräusche, und normalerweise kommt Rauch ja auch eher aus dem Auspuff der Benzinerin. Stecker raus!
:shock:
Übelriechender Qualm quoll hervor. Richtig übelriechend. Derart, daß ich den räuchernden Apparat erst mal gegen die Windrichtung weit wegbrachte. Da war jetzt sowieso nix dran zu machen, also mit der Benzinsäge weiter. Die drei RM wollte ich eigentlich fertig schneiden, damit ich Mittwoch den Spalter anwerfen kann. Gut, habe ich dann auch geschafft.

Nach dem Duschen wandte ich mich dann der Elektrischen zu. Noch immer ging ein penetranter Gestank von dem Teil aus. Nach dem Zerlegen bewahrheitete sich meine Vermutung:
Der Elektromotor war innen mit Spänen zugesetzt.
Da konnte keine Luft zur Kühlung mehr durch, und dementsprechend sind vom Motor eigentlich nur noch zwei allseits leitende Stahlblech-Kupferdraht-Klumpen übrig.


Es ist eigentlich traurig, daß ein namhafter Hersteller von Kettensägen eine Konstruktion liefert, bei der der Kühlluftstrom durch den Motor offenbar auf der Kettenseite angesaugt wird und so Späne in den Motor befördert. Daß man den von innen reinigen soll, steht nirgendwo erwähnt.

11 Jahre hat sie nun auf dem Buckel, aber in dieser Zeit kaum mehr als 40 Raummeter Holz geschnitten. Drei Ketten hat sie verbraucht, und daß mal die Kollektorkohlen hätten gewechselt werden müssen, wäre ja OK – aber ein Motorbrand wegen Verstopfung? „Neenee, das konnt’ ich mir damals so nich erlauben…“ hätte Meister Röhrich wohl gesagt, „Wie hätte Vati nu getan?“

Tja, Ersatzteilsuche im Internet brachte prompt Ergebnisse: Ein Ersatzmotor wäre für bummelig 80 Euro zu haben. Hmmm. Für 88 Euro plus Versand, das sind dann 94,78 Euro, das komplette, etwas leistungsstärkere Nachfolgemodell neu mit einer Ersatzkette.

Auch wenn die Entscheidung für den Neukauf jetzt aus ökoligischer Sicht leider wieder eine Niete ist:
Dafür tu’ ich mir das Gebastel nicht an.

Es war schwierig genug, diesen penetranten Gestank nach brennender Elektrik wieder aus dem Keller und von meinen Fingern abzukriegen. Einmal anfassen reichte für einen sorgfältigen Waschgang mit Handwaschpaste, und die Klamotten, die ich zum Zerlegen anhatte, sind gleich in die Waschmaschine gewandert. Ich denke mal, daß die ausgetretenen Dämpfe sicherlich ungeheuer gesund waren.
:kopfkratz:

Erste Arbeiten im Schwimmbad

Was ich eigentlich schon letztes Jahr machen wollte bei und im Naturbad: Tische und Bänke streichen. Sonnabend habe ich schonmal mit dem Schleifen begonnen, und heute ging’s zu zweit mit dem Pinseln los. Alles, was sollte, hat heute seinen ersten Anstrich bekommen. Morgen folgt der zweite, und das ist das Thema auch durch.

Nächster Programmpunkt: Reinigung des Beckengrundes mit dem Sauger.

Fernsehwerbung

Ich nehme gern mal Fernsehsendungen auf meinem DVD-/Festplattenrecorder auf. Die praktische Seite daran, außer daß man Programme sehen kann, zu deren Sendezeit man nicht zu Hause war (das kennen wir ja schon seit Jahrzehnten vom Videorecorder), ist das Überspringen von Werbeblöcken. Da merkt man dann mal richtig, wie viel von einer Sendung, die mit einer halben Stunde Dauer in der Fernsehzeitung verzeichnet ist, wirklich nachbleibt.
:lmaa:
Gut, vorspulen konnte man auch schon mit dem Videorecorder. Die heutigen Aufzeichnungsgeräte verfügen über die Möglichkeit, Kapitelmarker zu setzen. Dies tun sie, wenn sie es denn sollen, entweder in festgelegten Zeitintervallen oder mittels Szenen-Erkennung. So kann man, wenn bei der Wiedergabe ein Werbeblock beginnt, mit der „Kapitel vor“-Taste zum Ende desselben und somit zur Fortsetzung der eigentlichen Sendung springen.

Theoretisch jedenfalls, bzw.: Früher ging das mal.

Heute ist es leider so, daß man mittels der Kapiteltaste innerhalb des Blocks von Spot zu Spot zappen kann – und direkt zum nächsten Werbeblock. Heißt also, die Sender scheinen auf diese Art der Werbevermeidung durch den Zuschauer reagiert zu haben und machen die Pausen zwischen den einzelnen Werbespots so lang, daß die Szenenerkennung hier Kapitelmarker setzt. Der letzte Werbespot jedoch geht ohne Pause direkt in den Fortsetzung des Films über, so daß hier eben kein Marker gesetzt wird und man direkt am Anfang des nächsten Werbeblocks landet.

Auf diese Weise wird erreicht, daß auch der aufnehmende „Später-Schauer“ wenigsten die ersten paar Sekunden fast jeden Werbespots mitbekommt und letztlich auch den letzten – zumindest im Zeitraffer, weil man ja „von Hand kucken“ muß, wann die Werbung zu Ende ist.

Genauo haben die Sender ja auch der Angewohnheit der Zuschauer, die Werbung leise zu stellen, entgegengewirkt und senden die Werbeblöcke mit deutlich höherer Lautstärke als den Programmbeitrag.

Es ist einfach eine Pest.

Und die Öffentlich-Rechtlichen, die ja die Macht haben, dem Gerätebenutzer Zwangsgeld abzuluchsen, sind ja inzwischen in Radio und Fernsehen nicht besser als die Privaten…
:draufhau:


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