Ein Frohes Weihnachtsfest…
…wünsche ich allen Lesern hier. Möget Ihr von Streß und Konsumterror verschont bleiben und ein paar gemütliche Stunden im Kreise von Familie oder sonstigen Lieben verbringen.


Beihilfe zum Steuerbetrug?
Letztens beim Tanken… Kam einer rein und fragte die Kassiererin:
- „Hasse noch Diesel-Belege?“
- „Nee, sind alle wech, hab’ nur noch einen Stapel Kassenzettel Super.“
- „Nützt mir nix… Sammelst aber wieder?“
- „Jaja, mach’ ich.“
Nun ja. Das Papier wird sicherlich nicht zum Anheizen des Ofens verwendet werden, sondern eher in einer Einkommensteuererklärung zwecks Minderung der Steuerlast auftauchen.
Und wer zahlt die Zeche wieder?
Richtig – vier alle.
So wird’s nix…
Ich habe heute mal aus gegebenem Anlaß „aushäusig“ einen Gottesdienst, genauer gesagt eine Heilige Messe in einer katholischen Kirche besucht.
Im Gegensatz zu mancher Veranstaltung konnte man sich das heute echt sparen:
- Den Priester hat man vermutlich zwischen seinem Ausscheiden aus dem Amt und seinem „endgültigen Abgang“ reaktiviert – er war sprachlich kaum zu verstehen.
- Der genuschelte Predigttext hätte so 1:1 aus irgend einem Lehrbuch abgeschrieben sein können: Der Langzeitarbeitslose, der plötzlich wieder Arbeit findet; der Alkoholkranke, der durch eine Selbsthilfegruppe gerettet wird; die viel zu junge Mutter, die nach dem Ende ihrer Ehe Geborgenheit in der Gemeindegruppe für Alleinerziehende findet – irgendwie fehlten Zusammenhang, Hintergrund und Aussage.
- Lieder, die sich über gefühlte vier Oktaven erstreckten, meistenteils keinen vorgegebenen Takt hatten, sondern sich über punktierte Achtel-, verbundene 16tel- und unvermittelte Ganztonnoten holperten und im Grunde für das gesang-unausgebildete Gemeinvolk eher eine Abschreckung als eine Einladung darstellten.
Manchmal muß sich die Kirche nicht wundern, daß keiner kommt…
Advents-Design
Während man ja (spätestens seit letztem Montag; da war ja Totensonntag durch) von vorweihnachtlicher Dekoration und Beleuchtung zuweilen fast erschlagen wird, habe ich heute morgen im Radio einen interessanten Beitrag gehört. Es ging um die Adventszeit.
Der Sprecher bezog sich dabei ausdrücklich auf die Vorweihnachtszeit und sprach von einer Entschleunigung derselben. Vor allem Kinder bräuchten diese Zeit der Erwartung auch als Vorbereitung, und man solle doch bitte davon Abstand nehmen, in dieser Zeit das eigentliche Weihnachten schon vorwegnehmen zu wollen, es quasi vorzuholen.
Ein wohltuender Beitrag, der vielleicht bereits Ende August schon gut hätte gesendet werden können, als ich wieder in Schlappen und kurzer Hose aus dem Freibad kam und beim Kaufmann inmitten von Lebkuchen, Stollen und Dominosteinen stand.
Die gehören nämlich für mich auch erst kurz vor dem ersten Advent verkauft.
Da es nun aber soweit ist, wird auch die Parkuhr dekoriert.
Evtl. mal <F5> drücken.
Völkerverständigung
Ich kam heute irgendwie so, nachdem ich einige Zeilen gälischer Liedtexte (ja, von RUNRIG) durch mein Hirn wälzte, auf folgenden Zusammenhang:
Rheinländer und Schotten können gute Freunde werden.
Wieso? – Ganz einfach.
Der Schotte sagt:
- „Madainn mhath!“
Der Rheinländer sagt:
- „Mattin, wa?“
Erklärung: Der Schotte meint (auf Gälisch) „Guten Morgen“.
Das klingt wie mattin wa.
[Jaja, 'ai' vor dunklem Laut wird akustisch zu 'i'; das 'mh' wird wie 'w' gesprochen, das 'th' fällt akustisch weg...]
Der Rheinländer meint „Ich heiße Martin!“
Das klingt auch wie mattin wa.
Ich möchte…
…mein Notebook, wenn ich es hochfahre, auch gerne mal für mich nutzen.
Die Praxis sieht leider anders aus… Da das Notebook nicht unbedingt täglich 24 Stunden lang mit ständiger Internet-Verbindung genutzt wird, sieht ein Startvorgang nach einer Woche Nichtbenutzung ungefähr so aus, wenn man es mal eben kurz (was man in Gegenwart eines Computers, bezogen auf diesen niemals denken sollte):
- Anmelden. [rödelrödelrödel... Mauszeiger ruckelt]
- Klick auf eMail-Programm. [rödelrödelrödel... Mauszeiger klebt]
- [Pop!] “Ihr Antivirenprogramm ist nicht mehr aktuell. Klicken Sie hier, um zu updaten.” [OK]
- [rödelrödelrödel... ] [Pop!] “SUN® JAVA Runtime Environment requires an Update.”
[Bildschirm wird dunkel] “Administratorberechtigung erforderlich. Möchten Sie JAVA Runtime Environment gestatten, Systemdateien…” – JAAA! [OK] - Mailprogramm erscheint. Klick auf “Synchronisieren. [rödelrödelrödel... Sanduhr erscheint]
- [Pop!] “Adobe Flash Player Plugin hat ein wichtiges Update gefunden. Adobe empfiehlt generell, Updates zu installieren. Möchten Sie…” – JAA DOCH! [OK]
- Mailprogramm zeigt neuen Posteingang. [rödelrödelrödel... Mauszeiger ruckelt]
- [Bildschirm wird dunkel] “Möchten Sie Adobe Flash Player Update gestatten, Systemdateien…” Himmelnochmal, JAAA! [OK]
- Eine Mail wird angezeigt. Da ist eine PDF-Datei drin, von vertrauenswürdigem Absender. Also [Klick] [Pop!] “Für Adobe Reader ist ein wichtiges Update verfügbar. Adobe empfiehlt generell, wichtige Updates… InGottesNamenauchdasbittenoch! [OK]
- [rödelrödelrödel... ] “Das Update für Adobe Reader wurde installiert. Bitte starten Sie ihren Computer neu.” Gnampf! [Neu starten]
- [rödelrödel... rödelrödel...] Anmeldung.
- Mailprogramm aufrufen. [rödelrödelrödel... Mauszeiger ruckelt]
- [Pop!] “Das Update Ihres Antivirenprogramms ist fehlgeschlagen oder wurde unterbrochen. Klicken Sie hier, um das Update manuell zu starten. AAARRRGH! [Klick]
- [rödelrödelrödel... Mauszeiger ruckelt]
- Mail wird angezeigt. Klick aufs PDF, Adobe Reader öffnet sich. Aha, ein längeres Dokument. Da kann man ja mal Musik nebenbei anmachen… WinAmp starten.
- [Pop!] “A new version of WinAmp with security updates is available now. You should download and install the new version of…” KruzitürkennochmalJAAAA!!! [Download]
- Während des Downloads versuche ich, die Mail zu lesen. Ach, da ist auch ein Link drin: [Klick] [Pop!] “Ihre installierte Version von Firefox ist nicht mehr aktuell. aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, …” HNNNNGGGGRRRRGGH!!! [OK] [Download] [Installieren]
- Firefox startet erneut. [Pop!] “Einige ihrer installierten Add-Ons sind mit dieser Version von Firefox nicht kompatibel. Möchten Sie nach Aktualisierungen suchen?” Ja Dreckknochmal, was soll ich denn sonst machen?!?!? [OK]
- [Pop!] “Folgende Add-Ons wurden aktualisiert: blah blah blah. Änderungen werden erst beim nächsten Start von Firefox wirksam.” Hrgnlzmbrmmmmftkrxxx! [OK]
- Firefox erscheint. [Bingbingbing!] “Windows hat wichtige Updates heruntergeladen. Zur Installation müssen Sie Ihren Computer neu starten. Jetzt? Später? MACH-HINNE-NOCHMAL-JEZZ-ABER-ZACKZACK!!! [OK]
- Windows fährt herunter. Neustart. “Schalten Sie Ihren Computer nicht aus. Wichtige Updates werden installiert. Dies kann einige Minuten dauern.”
- [rödelrödelrödelrödelrödel...] Anmeldung.
- Mailprogramm aufrufen.
- PDF öffnen.
- Link anklicken.
- Winamp starten, Musik hören.
- Ey watt, geht doch!
- [Biiieeeep!] “Ihr Batterieladestand ist niedrig. Wechseln Sie den Akku oder schließen Sie eine andere Stromquelle an.” Scheiße, kein Netzteil da! Ja, gleich, nur eben noch…”
- “Ihr Batterieladestand ist niedrig. Windows wird in den Hibernationsmodus versetzt.” [Puff, Piep, aus.]
Sie sind einfach wunderschön, diese feinen Bläschen und pulsierenden Fontänen, wie sie von einem angeblich leeren 18-Volt-Lithium-Ionen-Akku im Gartenteich erzeugt werden.
Begriffsverwischung
Sagt mal, Ihr „Hohen (Damen und) Herren“ in Berlin, in Brüssel und sonstwo…
Können wir uns mal darauf einigen, daß die ganze Schönfärberei mit Worten wie Rettungsschirm oder Hebel eigentlich nur eins bedeuten – es geht um Geld.
Und zwar um Geld, das jemand nicht hat, ergo um Schulden.
Und ja, da wir Deutschen ja nicht genug davon haben, machen wir noch mehr davon, um anderen zu helfen, die auch zuviel davon haben.
Genau das habe ich befürchtet, als der Euro kam.
Und es wurde wahr.
Hier im eigenen Land leben Menschen unterhalb der Armutsgrenze; hier im eigenen Land versinken halbe Reifen in Schlaglöchern (nur weil der Winter mal etwas härter war); hier im eigenen Land können sich manche Eltern die Bildung ihrer Kinder nicht leisten; hier im eigenen Land wird vom Staat abgezockt und den Bürgern in die Tasche gegriffen hastewaskannste…
Aber wir geben ja gern!
Vor allem das, was wir nicht haben…








